| Berufsfrühorientierung und Praxistage - Warum und wie an unserer Schule? |
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Die Berufswahl ist ein Thema das in unterschiedlicher Intensität den SchülerInnen immer wieder begegnet. Nur wenige von ihnen können
ganz genau sagen, welchen Beruf sie ergreifen wollen. Für die meisten Jugendlichen ist es die erste große Entscheidung, die sie für
ihr Leben treffen müssen. Wir stellen fest, dass die SchülerInnen keine konkreten Vorstellungen haben, welche Berufe zu ihren Interessen,
Neigungen und Hobbys passen. Umso wichtiger ist es, dass die SchülerInnen zunächst einmal herausfinden, was das Passende sein kann. Deshalb haben wir in der bereits in Klasse 7 durchgeführten Berufsfrühorientierung Theorie (individuelles Assessment, Berufstypentest, aktive Auseinandersetzung mit dem Berufsbild, Ausbildungsmöglichkeiten, Rahmenbedingungen, Leistungsanforderungen und Erstellung eines Berufswahlkalenders) und Praxis (Kennen lernen von verschiedenen Berufsbildern in Projektwerkstätten und sich selbst ausprobieren beim "Abenteuer Werkstatt" sowie Betriebsbesichtigungen) eng miteinander verknüpft. Das Angebot in den Werkstätten ist breit gefächert und erstreckt sich über gastronomische, kaufmännische und handwerkliche Berufe. Höhepunkt und Abschluss der in Klasse 7 durchgeführten Berufsfrühorientierung ist eine von den SchülerInnen vorbereitete Präsentation mit Demonstration der praktischen Ergebnisse vor den Eltern der SchülerInnen zum Ausklang des Schuljahres. In der 8. und 9. Klasse führen die SchülerInnnen den Praxistag in je einem Zyklus pro Schulhalbjahr durch. In jedem Zyklus muss ein Wechsel der Einrichtung/ Firma erfolgen, damit unterschiedliche Berufsfelder kennengelernt und durchlaufen werden. Am selbstgewählten Praktikumsplatz führen die Jugendlichen einfache praktische Tätigkeiten im Unternehmen durch. Weiterhin arbeiten sie langfristig über den gesamten Zeitraum des Zyklus' an der Erfüllung der Aufgabenstellung für die Praxisaufgabe. Zur Präsentation der Ergebnisse der Praxisaufgabe sind Vertreter der Firmen/ Einrichtungen sowie die Eltern gerngesehene Gäste. Dazu werden die entstandenen Arbeiten in Form von Berichten, Plakaten oder Präsentationen vorgestellt. Projektpartner bei der Organisation und Durchführung der Berufsfrühorientierung an unserer Schule in den Klassen 7 bis 9 ist das BilSE Institut Güstrow. Intensiv nutzen wir die verschiedenen Veranstaltungen der Berufsfrühorientierung der Region wie den jährlichen Girls Day, die AOK Lehrstellenmesse, die jobfactory in Rostock, verschiedene Betriebsbesichtigungen sowie der Besuch im BIZ und die intensive Zusammenarbeit mit der Berufsberatung. Durch unsere langfristige Berufsfrühorientierung über mehrere Schuljahre verknüpfen wir die theoretischen Grundlagen mit dem "Erleben" der Praxis. Auch die Erfahrung aus dem Praxistag, dass ein Berufsfeld für den Schüler nicht geeignet ist, ist eine wichtige Erfahrung. Somit vermeiden wir Fehlentscheidungen bei der Lehrstellenwahl. Weiterhin wollen wir den SchülerInnen berufliche Perspektiven öffnen, damit sie die eigenen Fähigkeiten mit den Anforderungen der Betriebe vergleichen, Defizite erkennen oder sich als zukünftige Auszubildende zu präsentieren. |